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Adamczuk, Felix J. F.

Pferdekaufrecht - Rechtsgeschichte des Pferdekaufs, geltendes Recht, Perspektiven

1. Auflage, Juli 2008
Deutsch, 270 Seiten, 14,8 x 21,0 cm, 359 g
ISBN: 978-3-86844-013-3
Band 26
38,00 €
ODER
Pferdekaufrecht - Rechtsgeschichte des Pferdekaufs, geltendes Recht, Perspektiven

Schlagworte

Pferdekaufrecht, Römisches Recht, Germanisches Recht, Zeitalter der Rezeption, Kodifikationen

Das Buch

Nach einer Darstellung der Geschichte des Rechts des Pferdekaufs folgt eine Analyse der Schuldrechtsreform bezogen auf das Pferdekaufrecht. Dargestellt wird das geltende Recht und die Folgen seiner Anwendung unter besonderer Berücksichtigung der Rechtsprechung. Als wesentliche Rechtsprobleme der Anwendung des allgemeinen Kaufrechts auf Pferde werden die Selbstvornahme beim Pferdekauf, die Anwendung der Beweislastumkehr nach § 476 BGB, der Begriff der gebrauchten Sache beim Pferdekauf sowie der Rechtsbegriff der öffentlichen Versteigerung bei Pferdeauktionen diskutiert. Zudem wird die Haftung von typischerweise am Pferdekauf beteiligter Dritter, wie Tierärzten oder Pferdevermittlern erläutert. Unter Berücksichtigung dieser Problemstellungen folgt anschließend ein Rechtsvergleich zwischen Deutschland und dem europäischen Ausland. Die Arbeit schließt mit Vorschlägen zur Novellierung des BGB zur besseren Berücksichtigung der spezifischen Eigenschaften der „Kaufsache“ Pferd als Lebewesen. Im Wesentlichen wird dabei eine generelle Ausnahme zur Anwendbarkeit des Verbrauchsgüterkaufrechts für den Pferdkauf propagiert. Zur Begründung werden auch Aspekte des Tierschutzes vorgestellt. Die systematisch favorisierte Lösung des Verfassers stellt dabei eine Ergänzung des § 90a BGB dar.

Vorwort

Anstoß für diese Arbeit war mittelbar die Schuldrechtsreform 2002. Nach der kompletten Streichung des in §§ 481 ff. BGB a.F. festgeschriebenen Sonderrechts für den Vieh- und besonders den Pferdekauf, sah sich der Verfasser krtischen Fragen zur Rechtslage seitens einer ihm bekannten Züchterfamilie ausgesetzt.

Schnell wurde die rechtshistorische Dimension des Themas offenbar, sowie die Idee für den Rechtsvergleich mit dem europäischen Ausland geboren. Auch dort musste schließlich die Verbrauchsgüterkaufrichtlinie der Europäishen Union umgesetzt werden. Auftrieb gab der Arbeit natürlich die paralele Installierung des Deutschen Pferderechtstags seitens der Deutschen Anwaltakademie, welcher seit 2005 nunmehr jährlich stattfindet. Was die Auswertung der Rechtsprechung angeht, ist die Arbeit auf dem Stand vom Februar 2008.

Dank für die freundlich Unterstützung gebührt: Herrn RA Doose, Elmshorn; Herrn RA Dr. Wilhelm Helms, Hannover für die Anregungen in der Konzeptionsphase; Herrn Dr. Joachim Wann, Justitiar der Deutschen Reiterlich Vereinigung (FN); Frau Gassner, Bundesverband für Reiten und Fahren Österreich (FN); Frau Prof. Dr. Petra Buck-Heeb für die Zweitkorrektur und Prof. Dr. Hinrich Rüping für die Übernahme des Kommissionsvorsitz. Besonders dankbar bin ich meinem Doktorvater Herrn Prof. Dr. Stephan Meder dafür, dass er sich trotz des „exotisch“ anmutenden Themas für eine Betreuung begeistern konnte.

Wichtigste Stütze war mir jedoch immer der Rückhalt in der Familie durch meine Eltern. Ihnen gebührt der größte Dank.


Hannover im Februar 2008 Felix J.F. Adamczuk



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